Jeder stil ist dann zeitgemäss und  modern, wenn er aktuelle und neue Wege aufzeigt

Hocine Ziani ist 1953, in Algerien geboren, lebt und arbeitet in Frankreich.
Beruflicher Künstler seit 1978:
- 1978-1993: Algérie ;
- 1994-: France, siret n° 399 113 265 00025.
Im Maison des Artistes angeschlossen.
Im ADAGP beitretend.
  • Prix de l'Académie des Beaux-Arts, Paris.
  • Médaille d'or, Salon International, Vittel.
  • Premier Grand Prix, Salon des Seigneurs de l'Art, Arles.
  • Premier Grand Prix, Grand Gala National, Nantes.
  • Premier Grand Prix, médaille d'or, Salon International, Grande Motte.
  • Er hat mehrere Medaillen erhalten, im Salon de La Société des Artistes Français, Paris.
 

Die Lebensgeschichte von Ziani liest sich wie ein Roman oder sogar wie ein Märchen. Hocine wurde vor etwa 50 Jahren in Algerien als Sohn einer in bescheidenen Verhältnissen lebenden Familie geboren. Seine Herkunft aus einer Region, die ihm keine garçon künstlerischen Anregungen bieten konnte, ließ nicht erahnen , dass aus ihm eines Tages ein Künstler von internationalem Renommee werden würde. Doch bereits als Kind zeigte sich bei ihm der Drang, überall und immer zeichnen zu müssen. Das ging sogar so weit, dass er Farbkreide aus seiner Dorfschule entwendete, um dieser unbändigen Leidenschaft nachgehen zu können. Seine ersten Motive fand er in der Natur seiner Heimat, dem Dorf mit seinen Einwohnern und den Mitgliedern seiner Familie. Und schon damals häuften sich seine Skizzen bis ins Endlose. Ohne kulturelle Einflüsse von Außenentwickelte Hocine mit viel Ausdauer, Zähigkeit und harter Arbeit seine ganz eigenständige Persönlichkeit und seinen unverwechselbaren Malstil. Sein ganzes Leben hat er sich bemüht, seine Kunst zu verbessern und sich in seiner Arbeit zu bestätigen. In seinen Gemälden mischt sich das realistische oder sogar hyperrealistische Moment des Vordergrundes mit halbabstrakten Darstellungen der anderen Bildebenen. Als Maler hat ihn sein Geburtsland Algerien sehr geprägt und vor allem das dort vorherrschende besondere Licht. In großen historischen Schlachten - Auftragsarbeiten der algerischen Regierung- erhielt er Gelegenheit, alle Aspekte seines Malens zu verwirklichen. Dabei kam es ihm sehr darauf an, Perspektiven, Farben und Farbzusammensetzungen genau zu berechnen, um auch die einfachsten Ansichten des täglichen Lebens richtig erfassen zu können. Hocine hat sich in allen Kunstgattungen versucht : Portraits, Stillleben, Landschaft- und historische Malereien, phantastischen Szenen aus dem Wüstenleben mit all ihrem Prunk und Pracht wie auch in ihrer extremsten Einfachheit. Im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung wurde Ziani mehr und mehr bewusst, dass zu viele Einzelheiten die Vorstellung von Personen oder Gegenständen abschwächt und den gesamt Eindruck eines Bildes sogar zerstören können. So hat er begonnen, den Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund immer stärker herauszubilden, so dass sich die hintere Bildebene wie in einer Fata Morgana in einem leuchtenden Staub auflöst.
Seine Werke haben dadurch eine unvergleichliche Kraft und Ausdruckstärke gewonnen.

Clara Pozniakoff, 2005.